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Das Ende einer Ära: Universal Analytics wird in 28 Tagen abgeschaltet

Die digitale Welt verändert sich unaufhaltsam, und mit ihr kommen auch Veränderungen im Bereich der Webanalyse. Eine dieser Veränderungen betrifft eine der bekanntesten und am weitesten verbreiteten Webanalyse-Plattformen: Universal Analytics. Seit vielen Jahren haben Unternehmen Universal Analytics genutzt, um wichtige Einblicke in das Nutzerverhalten auf ihren Websites zu erhalten. Doch nun steht das Ende von Universal Analytics unmittelbar bevor. In 28 Tagen wird Google diese Plattform abschalten und durch das leistungsfähigere und fortschrittlichere Google Analytics 4 ersetzen. In diesem Artikel werden wir uns genauer mit diesem Thema befassen und die Auswirkungen dieser Veränderung untersuchen.

Was ist Universal Analytics?
Universal Analytics war eine bahnbrechende Webanalyse-Plattform, die es Unternehmen ermöglichte, detaillierte Informationen über das Verhalten ihrer Website-Besucher zu erhalten. Mit Hilfe von Tracking-Codes konnten Daten wie Seitenaufrufe, Sitzungsdauer, Conversion-Raten und mehr erfasst werden. Diese Daten wurden dann verwendet, um das Nutzerverhalten zu analysieren, Marketingstrategien zu optimieren und fundierte Geschäftsentscheidungen zu treffen.

Warum wird Universal Analytics abgeschaltet?
Die Abschaltung von Universal Analytics erfolgt, weil Google eine neue Generation von Webanalyse-Tools einführt – Google Analytics 4. Dieses neue Tool bietet erweiterte Funktionen und verbesserte Datenverarbeitungsmöglichkeiten. Es basiert auf einer datengetriebenen, ereignisbasierten Analyse, die es Unternehmen ermöglicht, tiefergehende Einblicke in das Nutzerverhalten zu erhalten und die Customer Journey umfassend zu verstehen. Google Analytics 4 integriert auch Funktionen wie maschinelles Lernen und KI, um die Analyse und Interpretation der Daten zu verbessern.

Auswirkungen der Abschaltung von Universal Analytics
Die Abschaltung von Universal Analytics hat weitreichende Auswirkungen auf Unternehmen, die bisher auf diese Plattform angewiesen waren. Hier sind einige der wichtigsten Auswirkungen zu beachten:

  1. Datenverlust: Nach der Abschaltung von Universal Analytics bleiben die Daten voraussichtlich noch circa 1 Jahr bestehen. Es lassen sich also noch weiterhin bei Bedarf Analysen mit historischen Daten durchführen. Dennoch sollten Unternehmen sicherstellen, dass sie die wichtigsten Statistiken für Langzeit-Analysen speichern.
  2. Anpassungen der Tracking-Codes: Da Google Analytics 4 auf einer anderen Datenstruktur basiert, müssen Unternehmen ihre Tracking-Codes aktualisieren, um sicherzustellen, dass die Daten korrekt erfasst werden. Es ist wichtig, diese Anpassungen rechtzeitig vorzunehmen, um einen nahtlosen Übergang zu gewährleisten.
  3. Lernkurve: Da Google Analytics 4 neue Funktionen und eine andere Benutzeroberfläche bietet, müssen sich Unternehmen mit dem neuen System vertraut machen. Es kann eine gewisse Lernkurve geben, während sich die Mitarbeiter an die neuen Tools und Funktionen gewöhnen.
  4. Dashboards & Werbeplattformen: Bestehende, auf Universal Analytics basierende Dashboards sollten rechtzeitig auf GA4 umgestellt werden. Zudem sollte sichergestellt werden, dass die Kampagnenoptimierung und Zielgruppen Ausrichtung in Werbeplattformen (z.B. Google Ads) weiterhin korrekt funktioniert, sofern diese bisher auf Zielvorhaben bzw. Zielgruppen aus Universal Analytics basieren.

Fazit
Die Abschaltung von Universal Analytics markiert das Ende einer Ära in der Webanalyse. Unternehmen müssen sich auf die Einführung von Google Analytics 4 vorbereiten und sicherstellen, dass sie ihre Systeme entsprechend anpassen.